Artikel von Juni, 2008

Zeitvorwahl Teil 1 – Der eingefrorene Moment

Wasser eingefrorener Moment

– für diese Art , genau wie bei Sportereignissen ist es wichtig die “P” oder Automatik-Einstellung der Kamera zu verlassen. Ich persönlich fotografiere ab und zu, zu meinem Leidwesen immer dann, wenn nicht viel Zeit ist, im P-Modus. Immer dann, wenn es die Zeit zulässt, nutze ich die Zeitvorwahl, oder die Blendenvorwahl, je nach Einsatzgebiet.

In diesem speziellen Fall habe ich die Zeitvorwahl eingesetzt, um das Wasser “gefrieren” zu lassen. Fotografiert wurde mit ISO-800, Brennweite: 35mm, Blende 8 mit 1/500 Sekunde. Durch die kurze Verschlusszeit wurde die Durchsichtigkeit des Wassers und der Schwung der Szene erhalten.
Wäre hier eine längere Verschlusszeit gewählt worden, hätte man den von vielen anderen Fotos bekannten “Schleier”-Effekt gesehen, das Wasser sieht dann eher nach einem Gardinenschleier aus. Dieser Effekt ist bei Landschaftsfotografie sehr gut geeignet, in diesem Fall hätte es das wohl eher uninteressant gemacht.

Durch die Entfernung zum Hintergrund und die Blende 8 wurde das Wasser sehr schön vom Hintergrund freigestellt. Ein scharfer Hintergrund würde hier zu viel vom eigentlichen Objekt ablenken.

Bearbeitet wurde das Foto abgesehen von der Verkleinerung für den gar nicht.

Im Teil 2 am morgigen Dienstag wird genau das Gegenteil besprochen, lange Belichtungszeiten und dadurch entstehende Effekte.

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Der Standpunkt macht das Bild

dschungel

Dieses zeigt, wie ein ungewönhlicher , sowie die Lichtsetzung einen sehr interessanten Effekt bewirken.

Fotografiert wurde hier mit einem entfesselten Canon Speedlite, welches rechts zwischen dem auf dem Boden stand. Die Kamera befand sich beim auslösen direkt auf dem Boden, um die ungewöhnliche Perspektive herauszuheben. Durch den seitlichen Lichteinfall ergibt sich hier der Eindruck, als würde man in einem recht hoch gewachsenen Dschungel stehen.

Die Farne hatten in wirklichkeit eine Größe von etwa 30-40 cm. Die Fotodaten sind folgende: Objektiv Canon 50mm/1.4 ISO 100, Blende 5 bei 1/60 Sekunde.

Nachbearbeitet wurde kaum, es wurde nur mit Hilfe einer der dunkle Bereich ganz gering aufgehellt. Mit Hilfe des Hochpassfilters wurde dann noch etwas nachgeschärft.

Die -Schärfetechnik ist für solche Gelegenheiten eine sehr gut geeignete Technik, das letzte Quäntchen an Schärfe aus einem Foto herauszuholen. Diese Technik wird in der nächsten Woche etwas näher besprochen, schauen Sie einfach wieder vorbei…

Was hätte noch anders gemacht werden können?
Um die Größenverhältnisse besser anzeigen zu können hätte man ein Vergleichsobjekt (Euro-Stück, …) in der Szene einbauen können. Andererseits hätte dies wiederum die Szene irgendwie kaput gemacht.
Ich bin immer gern über Anregungen in den Kommentaren dankbar…

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Seerosen in schwierigen Lichtverhältnissen

Seerosen in schwierigen Lichtverhältnissen

Ein weiteres von dem Fotoshooting letzte Woche ist hier zu sehen. Diesmal auch mit einem Vorher-Nachher-Vergleich. Bitte einfach aus das klicken, dann sehen Sie das Bild, wie es von der Kamera geschossen wurde. Das entstand mit dem Canon 50mm/1.4 Objektiv, mit ISO100, Blende 10 bei 1/1250 Sekunde.

Im Originalbild traten folgende Probleme auf:

  • Durch das sich spiegelnde Sonnenlicht erschienen die recht dunkel, Wenn man nicht ganz genau hinschaut, sieht man die fast gar nicht, diese sollten aber der Blickfang in diesem Foto sein
  • außerdem fehlte auf den Seerosenblättern die Farbe, sie sind durch die Lichtverhältnisse völlig entfärbt und grau.

Die Bearbeitung:

  • Als Einstellungsebene wurde eine hinzugefügt. mit Hilfe dieser Kurve wurde das Bild soweit aufgehellt, dass die Seerosen gut zu erkennen sind, der Rest des Bildes ist dabei völlig zweitrangig. Die Ebenenmaske, die automatisch mit der EInstellungsebene erstellt wurde, wird jetzt mit der Tastenkombination STRG+I von weiß zu schwarz invertiert. Nun sieht man wieder die untere Ebene, das Originalfoto.
    Als nächstes wird die Fordergrundfarbe mit der Tastenkombination D auf schwarz eingestellt und mit der Tastenkombination B das Pinselwerkzeug aufgerufen. Eine mittelweiche Pinselspitze wurde genutzt, um dann auf den Blüten die hellere Einstellungsebene “hervorzumalen”.
    Sollte dabei einmal über den Rand gemalt werden, einfach mit Tastenkombination X die Fordergrundfarbe weiß einstellen und den übermalten Bereich wieder zurückmalen.
  • Für die Seerosenblätter wurde eine Einstellungsebene Volltonfarbe erstellt. Als Farbwerte wurde ein dunkles Grün gewählt. Die Ebenenmaske wurde wieder mit STRG+I invertiert. Mit einem weichen Pinsel und weißer Farbe wurde nun mit 15% Deckkraft einfach mehrere male über die Blätter gemalt, so oft, bis die gewünschte Farbgebung erreicht wurde. Ist das Gesamtergebnis am Ende doch zu grün geraten, so kann die Farbe der Einstellungsebene jederzeit durch Doppelklick auf das Ebenensymbol in der Ebenenpalette (F7) geändert werden. Auch die Deckkraft der Farb-Ebene kann etwas verringert werden, um die Färbung wieder etwas zurück zu fahren.

Die rosafarbenen Seerosen sind in diesem Bild ein Farbtupfer in dem sonst eher dunkel gehaltenen Wasser und den dunklen Blättern. Ohne die Aufhellung würde dieser “Lichtpunkt” fehlen und das Bild verliert seinen Fixpunkt.

Morgen möchte ich noch ein weiteres Foto aus dieser Kollektion zeigen. Diesmal geht es um entfesselte Blitze und interessante, ungewönhliche Standpunkte.

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Artikel heute etwas verspätet

Der heutige Beitrag kommt leider aus Zeitgründen erst am späteren Abend. Ab morgen wird dann wieder “zeitiger” gebloggt. Also bis später dann.

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HDR – mehr aus einem Bild herausholen

osterlinde

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses entstand an einem sonnigen Winterabend kurz vor Sonnenuntergang. Um die wundervolle Lichtstimmung noch besser einfangen zu können, habe ich eine Belichtungsreihe des Mitievs erstellt. Die meisten DSLR-Kameras haben dafür eine Einstellmöglichkeit, so dass automatisch bei mehrfachem Auslösen ein z.B. unterbelichtet, ein normal belichtet und ein überbelichtet wird.

Diese 3 Fotos werden dann mit der geeigneten Software zusammengesetzt. Es gibt für diese Arbeit einige gut geeignete Freewareprogramme wie Picturenaut oder FDRTools Basic. Ich nutze ein Programm namens Phtotomatix Pro. ist keine Freeware, aber jeden Cent wert. Eine kostenlose voll funktionsfähige Testversion finden Sie hier.

So, nun zur Erstellung des -Fotos. Die 3 Fotos werden in der -Software geöffnet und dann zusammengesetzt. Dabei beginnt die Arbeit bei Photomatix mit einer Ausrichtung der einzelnen Fotos, so dass die Motive der 3 Bilder genau übereinander liegen. Es erscheint danach ein Bild, das im ersten Augenblick sehr seltsam aussieht. Dies ist das eigentliche -Bild, das unser Monitor aber so gar nicht darstellen kann.

Nun folgt der nächste und wirchtigste Schritt, das Tonemapping. Dabei wird das Bild zu berechnet, dass der Montitor es darstellen kann. Hier hat man nun durch verschiedene Schieberegler (Photomatix wird in Kürze noch eingehender hier besprochen) die Möglichkeit sein Bild so zu gestalten, wie es einem am Besten gefällt. So hat man verschiedene Möglichkeiten, die hellen Bildteile mehr zu betonen, die dunklen Bildteile mehr herauszuheben uvm.

Werden die Einstellungen übertrieben, so zeigen sich die für HDR-Fotos leider häufig vorhandenen sogenannten Halos, das ist zum Beispiel ein wie ein Heiligenschein aussehender Lichtbereich um verschiedene Objekte herum.

Am Ende kann das Foto dann gespeichert werden, um z.B. in noch etwas bearbeitet zu werden.

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