Artikel von Juni, 2008
Ausblicke und Rückschau
Was gibt es am Wochenende? Natürlich wieder eine Fotoexkursion. Diesmal in unser wunderschönes Helbetal. Dabei werde ich endlich dazu kommen, meinen Geotagger einmal auszutesten. Eine geeignete Software dafür habe ich noch nicht gefunden, vielleicht könnt Ihr mir ja Tips in den Kommentaren hinterlassen.
Geotagging, was ist das?
Im Grunde ist es einfach nur eine Kartierung einer Wegstrecke, die man zurück gelegt hat. Alle paar Sekunden werden die GPS-Koordinaten gespeichert, so dass man am Ende genau die Wegstrecke verfolgen kann, die man zurück gelegt hat. Das klappt z.B. wunderbar mit Google Earth.
Aber das ist nicht alles. Diese Koordinaten können auch mit den auf der Tour geschossenen Fotos zusammen gebracht werden, so dass man bei jedem Foto sehen kann, wo genau ist es gemacht. Die Koordinaten können dann am Ende auch in der Fotodatei mit abgespeichert werden.
Was braucht man zum Geotaggen?
Zu aller erst braucht man irgendein GPS-Gerät, das die GPS-Koordinaten speichern kann. Diese Geräte gibt es im Internet zu kaufen, die Preise liegen irgendwo zwischen 50,- und 120,- €. Die Software zum Auslesen der GPS-Koordinaten gibt es mit dazu.
Nun fehlt nur noch eine Software, die die GPS-Koordinaten für Google Earth aufbereitet und anzeigt.
Darüber werde ich nächste Woche etwas ausführlicher berichten.
Was gab es diese Woche noch interessantes?
Scott Kelby sucht in seinem Blog die Top-10-Liste für die Funktionen, die unbedingt in die nächste Version von Photoshop (CS4) integriert werden müssten. Schaut einfach mal vorbei und votet mit, es gibt dort schon sehr interessante Ansätze.
Scott Kelbys Blog findet ihr hier…
Ein schönes und fotoreiches Wochenende wünsche ich allen Lesern, die schlechtesten Fotos sind die, die man nicht macht.
Linktips für die Woche
H eute zum ersten mal meine Linktips für die restliche Woche und das Wochenende. In dieser Rubrik wird es in Zukunft Links zu interessanten Artikeln oder Seiten mit dem Thema Fotografie und/oder Bildbearbeitung geben.
Die interessantesten Links in dieser Woche:
- Photoshop Insider (englisch)
Wer Scott Kelby nicht kennt, sollte ihn unbedingt lesen. Der Autor der meistverkauften Bücher zum Thema digitale Fotografie und Bildbearbeitung und das weltweit.
Die Büchser sind sehr zu empfehlen, der einmalige Schreibstil von Scott Kelby liest sich sehr leicht und kurzweilig. Es waren die ersten Bücher, die mir durchweg zugesagt haben, vor allem, weil man nicht gleich mit hunderten Fachbegriffen beworfen wird, sondern das ganze einfach erklärt und oft auch mit einem kleinen lustigen Beiwerk versehen ist. Sie finden seine Bücher in allen guten Buchhandlungen oder hier im Internet. - Kwerfeldein (deutsch)
Digitale Fotografie lernen von Martin Gommel. Sehr interessante Berichte zum Thema digitale Fotografie. Vor allem die vielen Gastbeiträge und Interviews sind sehr interessant und lehrreich.
- Canikon (deutsch)
Soweit wie die beiden Fangemeinden der Canon- oder der Nikkon-Beführworter auch sein mag, in diesem Blog wird sie auf einmalige Weise zusammengeführt. Der Autor hat erst in diesem Jahr den Weg von der einen Seite auf die andere gewagt. Ein interessanter Blog mit vielen Neuigkeiten.
- Fotostoria (deutsch)
Sehr umfangreiche Linksammlung zum Thema Fotografie. Sehr gut sortiert und anschaulich. Immer einen Blick wert.
Kurz-Blog-Donnerstag
Aufgrund der fehlenden Zeit erscheint der heutige Blogbeitrag erst am Abend und wird dann wohl auch etwas kürzer ausfallen.
Seien Sie gespannt…
Tutorial: Fotos nachschärfen Teil 1 – Hochpassfilter
Heute geht es um den “letzten Schritt” einer jeden Bildbearbeitung, das Nachschärfen. Wie dieses geschieht, da gehen wie so oft die Meinungen auseinander.
Diejenigen, die sich bisher noch nicht so viel mit Bildbearbeitung beschäftigt haben, würden jetzt vielleicht nach einem Filter mit dem Namen “Schärfen” suchen. Sicher würde er nicht auf den Gedanken kommen, dass ein Filter mit dem Namen “Unscharf Maskieren” viel besser für das Schärfen geeignet ist.
Das Problem beim Nachschärfen eines Bildes besteht darin, des optimalen Komprimiss zu finden. Bei jedem Schärfen werden natürlich auch Dinge mit hervorgehoben, die eigentlich nicht hervorgehoben werden sollen. Das Farbrauschen bei Fotos mit hohen ISO-Werten ist eines dieser Problemdinge, dieses Rauschen soll natürlich wenn möglich nicht geschärft, also hervorgehoben werden.
Was ist eigentlich Schärfe?
Schärfe ist für unser Auge im Grunde nichts anderes als hoher Kontrast. Treten in einem Foto also z.B. bei einer Blume hohe Kontrastkanten (am Rand des Blütenstempels, der Blütenblätter oä) auf, so empfinden wir dieses Bild als scharf.
Durch diesen Umstand können wir in gewissem Maße den Schärfeeindruck aber auch noch erhöhen.
Wie?
Indem bei schon vorhandenen Kontrastkanten der Kontrast noch erhöht wird. dunkle Bereiche werden also etwas abgedunkelt, hellere werden weiter aufgehellt.
| “unscharfe” Kante | “scharfe” Kante |
Treten jetzt kleine Bildunreinheiten, wie es z.B. das angesprochene Bildrauschen sind auf, so würden diese natürlich auch im gleichen Maße hervorgehoben. Stellen SIe sich vor, beim Nachschärfen eines Portraits würden sie sämtliche kleine Hautunreinheiten hervorheben, würden sie das wollen? Genau das würde aber beim Filter “Schärfen” passieren. Es wird gnadenlos alles geschärft, was im Bild vorhanden ist.
Was machen andere Schärfefilter anders?
Sie schärfen “selektiv”. Da wir jetzt wissen, dass wir eigentlichnur Kanten schärfen wollen, benötigen wir einen Schärfefilter, der zuerst die Kanten sucht, und dann nur diese schärft.
Genau das passiert z.B. beim Schärfen mit dem Hochpassfilter. Auch der Filter “Unscharf Maskieren” kann dies. EIn Tutorial dazu wird demnächst hier folgen.
Wie schärfe ich ein Bild mit Hilfe des Hochpassfilters?
Zuerst wird das Bild in Photoshop geöffnet und wie gewohnt bearbeitet. Nachdem all diese Arbeitsschritte beendet wurden – also direkt vor dem speichern des Bildes -steigen wir jetzt ein.
Zuerst erstellen wir von der Hintergrundebene eine Ebenenkopie mit Hilfe der Tastenkombination STRG+J (CTRL+J beim Mac). Wir sehen jetzt in der Ebenen-Palette (kann über Taste F7 eingeblendet werden) zwei kleine Vorschaubildchen unseres Fotos, einmal die Hintergrundebene und die gerade erstellte Kopie.
Nun rufen wir den Hochpassfilter auf. Dieser ist im Menüpunkt “Filter” unter “sonstige Filter” zu finden.
Es öffnet sich ein Dialogfeld mit Vorschaubild und einem Schieberegler. Im Vorschaubild wird unser Foto jetzt ziemlich unschön in grau gezeigt. Man sieht je nach EInstellung des Schiebereglers nur die Kanten im Bild.
Genau das ist es aber, was wir wollen, wir möchsten die Kanten hervorheben.
Der Schieberegler wird jetzt je nach Größe des Originalbildes soweit geschoben, dass die wichtigen Kannten des Bildes gut zu erkennen sind, die Bereiche, die nicht vom Schärfen betroffen sein sollen, aber im der grauen Farbe verschwunden sind. Nun können wir den OK-Knopf klicken.
Das Foto sieht nun genau so grau aus, wie in dem Dialogvorschaubild gezeigt. Das war es aber nun auch nicht, was wir wollten – oder doch?
Eigentlich brauchen wir jetzt nur noch einen Schritt.
Der Ebenenmodus in der Ebenenpalette wird von “normal” auf “Ineinanderkopieren” umgestellt. Auch “weiches Licht” gibt gute Ergebnisse.
Wenn Sie jetzt die Ansicht mit der Tastenkombination STRG+ALT+0 auf 100% vergrößern, können Sie die Vorher-Nachher-Vergleich machen.
Klicken Sie dazu einfach in der Ebenenpalette auf das kleine Augensymbol links neben der “grauen” Ebene. Nun sehen Sie das “Vorher”, klicken Sie wieder auf die gleiche Stelle und Sie sehen das geschärfte Bild.
Ist die Auswirkung des Schärfefilters jetzt zu drastisch, so können Sie die Schärfewirkung fast stufenlos abmildern, indem Sie die Transparenz der “grauen” Hochpass-Ebene in der Ebenenpallette verringern. Dies geschieht, indem Sie auf das kleine Dreieck rechts neben der 100% Deckraft klicken und dann den Schieberegler langsam nach links verschieben. Sie können jederzeit direkt im Bild das Ergebnis überprüfen.
Haben sie das gewünschte Ergebnis erreicht, so können Sie jetzt das Bild abspeichern.
Um diese Schritte etwas zu vereinfachen können Sie die durchgeführten Schritte auch als Aktion automatisieren, so dass sie mit einem Tastendruck all die gezeigten Schritte automatisch abarbeiten lassen. Wie das geht? Das ist das Thema des nächsten Tutorials am nächsten “Tutorial-Mittwoch”.
Seien Sie gespannt…
Zeitvorwahl Teil 2 – fließende Bewegungen
Noch einmal Belichtungszeit. Im Teil 2 geht es jetzt um genau das Gegenteil, die lange Belichtungszeit. Sie wird vielfältig genutzt.
Zum einen zwangsweise, immer dann, wenn die Lichtverhältnisse schwierig sind kann man als eine option die Belichtungszeit verlängern. Zum anderen gewollt, wie in diesem Beispielfoto. Hier wurde mit langer Belichtungszeit gespielt, um den schönen gleichmäßigen Schleier darzustellen.
Fotografiert wurde mit ISO100, Tamron 90mm/2.8 Festbrennweite, Blende 10 mit 1/4 Sekunde. Diese lange Belichtungszeit ist natürlich nur vom Stativ aus ohne Verwackler zu fotografieren. Außerdem wurde mit Spiegelvorauslösung und Fernauslöser fotografiert, um die umgebenden Bereiche auch wirklich scharf dargestellt zu bekommen.
Dieser Schleiereffekt ist gerade bei Wasserfällen sehr gut geeignet. Es ergibt Fotos, die sich von den alltäglichen Fotos absetzen. Dann fehlt nur noch die Abendsonne, dann kann es nur ein wunderschönes Foto werden.
Versuchen Sie es einfach mal selbst. Bei solchen Gelegenheiten mache ich meist mehrere Fotos, auch das ein oder andere mit einer kurzen Belichtungszeit, um den Vergleich zu haben. Man wird sehen, der Effekt macht das besondere des Fotos aus. Mit kurzer Belichtungszeit wäre das Foto völlig uninteressant.
Im nächsten Beitrag wird es ein Photoshop-Tutorial geben, seien Sie gespannt!














