
Objektivfilter sind ein Bereich in der Fotografie, der die Geister scheidet wie kein anderer. Die Einen schwören darauf, die Anderen verteufeln ihn. Die Wirklichkeit liegt wohl irgendwo dazwischen. Dieser Artikel soll ein wenig Licht in die Möglichkeiten geben, die Objektivfilter bieten, aber auch aufzeigen, wozu sie nicht unbedingt benötigt werden, außerdem auch, wo sie eher die Bildqualität verschlechtern.
Objektivfilter – was ist das?
Das ist gar nicht so einfach zu beschreiben. Es gibt ihn nämlich eigentlich gar nicht – DEN Objektivfilter. Es gibt viele verschiedene Filter für verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Ob nun UV-Filter, Polfilter, Farbfilter, Verlaufsfilter, Graufilter. Und diese Filter gibt es dann noch in jeweils unterschiedlichen Qualitäten und von verschiedenen Herstellern.
Der UV-Filter
Wohl der am meisten genutzte Filter. Meistens wird einem beim Kauf eines Objektives im Laden gleich ein UV-Filter mit verkauft, weil der Filter “das Objektiv schützt”. Diese Aussage ist wohl mehr als “verkaufsfördernde Aussage” zu sehen als dass es wirklich das Objektiv schützt.
Es gibt meiner Meinung nach keinen Filter, der ständig auf dem Objektiv drauf bleiben sollte. Jedes zusätzliche Stück Glas durch das das Licht hindurch muss ist wieder ein Widerstand mehr. Mehr Licht geht verloren, meine Möglichkeiten mit dem Restlicht werden kleiner. Von daher sehe ich keinen hilfreichen Einsatz für den UV-Filter.
Wer sein Objektiv schützen möchte, der sollte lieber eine Sonnenblende drauf schrauben, das schützt auch vor Stößen von vorn.
Der Polfilter
Der Polfilter oder auch Polarisationsfilter hat 2 hilfreiche Eigenschaften. Zuerst bringt er sattere Farben, die Kontraste werden erhöht. Zum zweiten kann der Polfilter Spiegelungen entfernen. Wenn man z.B. ein Auto fotografiert, dann kann man mit aktivem Polfilter durch die Scheiben hindurch sehen, ohne Polfilter sind die Spiegelungen auf der Scheibe meist zu groß, um darin etwas zu erkennen. Auch Spiegelungen auf Wasserflächen, oder Fensterscheiben werden sehr gut abgemildert.
Bei Polfiltern gibt es viele verschiedene Qualitätsstufen. Wichtig ist beim Kauf, dass man darauf achtet, dass es ein zirkularer Polfilter ist, kein linearer. Auch beim Preis gibt es ziemliche Unterschiede, ich habe schon Filter unter 30€ gesehen und auch welche über 150€. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis findet man wohl irgendwo dazwischen. 60-70 € sollte man schon dafür ausgeben. Mehrfach vergütete Filter bieten die beste Abbildungsqualität. Bei den billigen Ausführungen kann es zu ziemlich großem Qualitätsverlust am Rand der Fotos kommen.
Welche Filter nutzt ihr? Nutzt ihr überhaupt Objektivfilter?
Im nächsten Teil geht es um Farbfilter, bleiben sie gespannt.




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