In der letzten Woche habe ich schon einen Beitrag zur Datensicherung hier veröffentlicht. Darin hatte ich auch den Drobo angesprochen. Mittlerweile habe ich mir einen Drobo zugelegt und natürlich am Wochenende auch ausführlich getestet. Hier nun meine Erfahrungen damit.
Drobo – was ist das?
Ein Drobo ist ein Datensicherungssystem. Man kann es vielleicht am einfachsten mit einer externen Festplatte beschreiben. Aber diese Beschreibung wäre wohl sehr untertrieben, denn der Drobo ist mehr, viel mehr.
Zuerst einmal ist der Drobo ein viereckiger schwarzer Kasten mit ein paar Lämpchen dran. In diesem Kästchen sind 4 Schubfächer für normale handelsübliche SATA-Festplatten. Hier sieht man schon, dass es mehr als eine einfache externe Festplatte ist.
Wozu aber brauche ich 4 Festplatten?
Ganz einfach. Wenn ich meine Daten auf eine Festplatte sichere, diese Festplatte dann aber irgendwann mal den Geist aufgibt, dann sind meine Daten einfach weg. Nun könnte man meinen, man kauft sich einfach 2 externe Festplatten und sichert halt auf beide Festplatten. Das wäre dann auf alle Fälle eine sicherere Variante.
Nur seien wir mal ehrlich, einmal Datensicherung machen ist schon lästig, aber auf 2 Platten?
Der Drobo nimmt einem dabei die doppelte Arbeit ab. Wenn ich z.B. 4 Festplatten in den Drobo eingeschoben habe, dann sorgt der Drobo automatisch dafür, dass die Daten so auf die Platten verteilt und gespiegelt werden, dass beim Ausfall einer oder zweier Festplatten die Daten weiter komplett verfügbar sind.
So etwas ähnliches gibt es als RAID-System schon länger, nur ist man dabei immer sehr eingeschränkt, es müssen gleich große Festplatten sein, gleicher Hersteller, …
Beim Drobo ist das völlig egal. Man kann unterschiedlich große, unterschiedlich schnelle Festplatten, Festplatten unterschiedlicher Hersteller einfach kombinieren. Ist der Drobo mal fast voll, dann kann man einfach die kleine Festplatte rausziehen, eine größere Platte einstecken, das wars. Nix mit hin und her kopieren, keine weitere Sicherung notwendig. Ist das nicht cool?
Man kann mit 2 Festplatten beginnen und dann später, wenn ich an die Kapazitätsgrenze komme einfach eine weitere Platte einschieben. Oder ich fange gleich mit 4 Platten an, völlig egal.
Hat der Drobo auch Nachteile?
Wie jedes Gerät gibts immer irgendwo eine kleine nachbesserungswürdige Ecke. Der Lüfter des Drobos könnte etwas geräuschärmer sein.
Außerdem hätte ich mir von der dazugehörigen PC-Software Drobo-Dashboard etwas mehr versprochen. Zum einen blockt mein Vista den Autostart des Programmes und zum anderen hätte ich mir schon eine integrierte Datensicherungssoftware gewünscht. Auch ein Ausschalter wäre sicher nicht schlecht gewesen, schließlich will man ja Stom sparen.
Fazit
Drobo – der sichere Datensafe. Ich kann ihn nur empfehlen. Ich habe mir die USB-Variante zugelegt. Mittlerweile gibt es auch noch eine neuere Version mit FireWire800-Anschluss, was natürlich noch einen sehr großen Geschwindigkeitszuwachs bringt. Aber die Geschwindigkeit war mir nicht so sehr wichtig, weshalb ich lieber für die eingesparten 120,-€ große Festplatten gekauft habe.
Als Zusatzgerät gibt es noch den Drobo-Share. Damit kann man seinen Drobo ins Netzwerk einbinden, um dann von allen ans Netzwerk angeschlossenen PCs direkt auf den Drobo sichern zu können. Ohne Drobo-Share geht das nur über eine Netzwerk-Freigabe. Dann muss natürlich der PC eingeschaltet sein, an den der Drobo angestöpselt ist, wenn sie aus dem Netz darauf zugreifen wollen.
Die grünen vertikalen Lämpchen zeigen die Gesundheit der einzelnen Festplatten an. Tritt bei einer Festplatte ein Problem auf, dann wird genau dieses Lämpchen rot. Wenn man den Drobo nun nicht direkt im Blickfeld hat, kann man in der Software einstellen, dass bei Problemen automatisch eine eMail an die eigene eMail-Adresse gesendet wird.
Am unteren Rand des Drobos sind noch 10 runde blaue Lämpchen. Diese zeigen direkt am Gerät an, wie viel Speicherplatz belegt ist. Dabei steht jedes Lämpchen für 10% des gesamten Platzes.
Man sieht also, es ist viel Wert auf die Sicherheit der Daten gelegt. Ich kenne momentan keinen besseren Weg, die eigenen Daten wirklich sicher aufzubewahren.
Was habt Ihr für Erfahrungen mit Datensicherung gemacht? Welche Systeme nutzt ihr?
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