
Das leider viel zu oft vernachlässigte Thema Datensicherung wird in der Fotografie, genau wie in der restlichen Wirtschaft und im Privatbereich leider viel zu oft vernachlässigt, wenn es überhaupt angegangen wird. Die fehlende Datensicherung rückt immer erst dann in das Blickfeld, wenn es mindestens einmal schon zu spät war. Jeder, der einmal einen Teil seiner Fotos durch einen Festplattencrash verloren hat, wird sicher danach an eine Datensicherung denken.
Natürlich kann man nun sagen, es gibt Firmen, die defekte Festplatten wiederherstellen können. Ja klar. Nur kann man sich mit recht wenig Aufwand die mehreren tausend Euro sparen, die eine Festplattenwiederherstellung kosten kann.
Was gibt es also für Datensicherungslösungen?
- Sicherung der Fotos auf CD oder DVD
Das ist wohl zwar momentan noch die am meisten genutzte Variante, allerdings ist eine CD oder eine DVD leider nicht sehr langlebig und sicher. Ein kleiner Kratzer kann schon das Aus bedeuten. Davon abgesehen gibt es bessere und günstigere Möglichkeiten. - Sicherung auf eine externe Festplatte
Das ist die von mir favorisierte Datensicherungsmöglichkeit. Preislich sind die externen Festplatten momentan die günstigste Variante größere Datenmengen zu sichern. Wenn man den Preis für eine 1000GB Festplatte (momentan um die 100,-€ zu haben, z.B. hier bei Amazon). Teilweise sind bei diesen Festplatten auch gleich Backupsoftware-Lösungen dabei, die einem bei der Datensicherung helfen. Das ist aber nicht unbedingt nötig, ich persönlich sichere lieber regelmäßig per Hand die notwendigen Ordner und Dateien auf eine externe Festplatte. - Sicherung per RAID-System
Was ist denn dass??? Ein RAID-System ist ein Verbund von mehreren Festplatten, auf die die Daten gespeichert werden. Es gibt dabei mehrere Systeme, mit 2, 3 oder mehr Festplatten. Ohne jetzt genau auf das System einzugehen kann man sagen, dass in einem Raid-System beim Ausfall einer Festplatte die Daten von der oder den anderen Festplatten wiederhergestellt werden kann. Ein Problem tritt natürlich auf, wenn der PC durch Diebstahl oder Wasser/Feuerschaden zerstört ist, dann sind die anderen Festplatten auch weg. - Externes RAID-System DROBO
Das ist wohl sicher eines der genialsten Sicherungssysteme, die ich bisher erlebt habe. Ein Demo-Video ist auf der Drobo-Webseite zu sehen. Leider funktioniert bei mir die deutsche Version des Videos nicht.
Der Drobo ist ein Speichersystem, das einem erlaubt, bis zu 4 Festplatten als Speichermedium zu nutzen. Dabei werden die Daten immer so verteilt, dass beim Ausfall von Festplatten im Drobe die Daten von den restlichen Platten wiederhergestellt werden können. Die Festplatten können sogar während des Betriebes entfernt oder hinzugefügt werden. Außerdem ist es völlig egal, ob die einzelnen Festplatten gleiche Speicherkapazität haben oder nicht. - Netzwerkfestplatte
Es gibt externe Festplatten mit Netzwerkanschluss. Das hat den Vorteil, dass mehrere PC im Netzwerk direkt auf die Festplatte zugreifen können und dort die Daten jeweils sichern oder rücksichern können. Allerdings ist die Datenübertragungsgeschwindigkeit dabei meist recht langsam.
Fazit
Welches Datensicherungssystem Sie nutzen ist im Grunde ziemlich egal, wichtig ist nur, dass Sie eines nutzen. Haben Sie bisher keine Datensicherung, so würde ich zu einer externen Festplatte raten. Die ist ohne Installation und ohne große Zusatzkenntnisse einfach an den PC angesteckt, schon kann die Sicherung losgehen. Wie oben schon erwähnt liegt man dabei im Preis recht günstig.
Wollen Sie eine flexible Speicherlösung, so rate ich zum Drobo. Dieser liegt ohne Festplatten allerdings bei ca. 330-350 € für die USB-Variante und bei 479 € für die schnellere Firewire-Variante. Man muss also mit mind. 2 Festplatten in der USB-Variante mit etwa 400 € rechnen. Vielleicht ein Weihnachtsgeschenk.
Was habt Ihr für Datensicherungslösungen im Einsatz? Welche Erfahrungen habt Ihr mit den hier genannten Lösungen gemacht? Ich wäre Euch über einen kurzen Kommentar dankbar.


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