Fotos auf Leichtschaumplatte – Testbericht

fotoveredelung2

Wie ich gestern schon schrieb haben wir versucht, mit Hilfe von doppelseitiger Klebefolie auf eine aufzuziehen. den Tips der Werbeprofis war das ganze dann gar nicht so problematisch. In unserem ersten Versuche in der letzten Woche hatten wir noch die ein oder andere Luftblase zu verzeichnen, aber diesmal hat das schon viel besser geklappt.

Beim ersten Versuch hatten wir wohl den Fehler gemacht und haben die Klebefolie zuerst auf die Unterlageaufgeklebt und dann das aufgesetzt und festgestrichen. In unserem gestrigen haben wir das dann anders gemacht, zuerst wurde die Klebefolie auf die Rückseite des Fotos aufgebracht. Dabei ist es anzuraten, dass man wenigstens mit 2 Personen an das Vorhaben rangeht.

Am Anfang sollte man sich eine gerade Unterlage suchen, auf der man die Klebearbeiten durchführen kann. Die überstehende Klebefolie muss dann dabei mit einem Cuttermesser geschnitten werden, also sollte die Unterlage nicht unbedingt ein Küchentisch sein. Wir nutzten eine Presspappe mit glatter Oberfläche als Unterlage.

Zuerst haben wir die Klebefolie zugeschnitten. Wir haben sie dabei etwas größer zugeschnitten. Wir hatten also etwas 1cm Rand an jeder Seite, wenn man das Foto drauf gelegt hat. Nun wird die Abdeckung der ersten Seite der Klebefolie an einer Ecke abgelöst. Wir haben dann etwas 2cm der Folienauflage abgezogen und umgeknickt.

Als nächstes wurde die Folie auf die Rückseite des Fotos aufgesetzt und mit einem Rakel (das ist ein Schaber zum andrücken der Folie und zum rausdrücken der Luftblasen. In unserem Fall war dieser auf einem Filzstoff. Ich habe den auch aus dem Werbestudio, wo ich die Klebefolie und die Leichtschaumplatten erstanden habe)festgestrichen. Dabei ist darauf zu achten, dass man immer von der Mitte nach außen streicht.

Nun hält die eine Person das andere Ende der Folie nach oben und die zweite Person zieht hinten immer ein Stück der Folienabdeckung ab und streicht dann wieder ein Teil der Klebefolie auf das . Dabei muss man sehr sorgfältig vorgehen, so dass keine Luftblasen entstehen. Diese würde man dann am Ende auf dem Foto sehen.

Nun muss das Foto auf die Leichtschaumplatte. Also die Abdeckung der zweiten Seite der Klebefolie wieder um 2cm abgezogen und das Foto so auf die Leichtschaumplatte gesetzt, dass wieder ca. 0,5-1cm Rand an jeder Seite übersteht. Nun wie zuvor das Foto hochhalten, hinten die Abdeckung Stück für Stück abziehen, und auf der Fotoseite mit dem Rakel feststreichen. Je dicker dabei das Fotopapier ist, um so besser lässt sich das ganze streichen.

Zum Schluss haben wir dann mit einem Cuttermesser den Rand der Leichtschaumplatte genau an der Außenkante des Fotos abgeschnitten, das geht nach mit einem scharfen Cuttermesser eigentlich ohne große Probleme.

FERTIG!!!!

Das Ergebnis lässt sich sehen. Da dieses Experiment ganz gut geklappt hat, werden wir als nächstes versuchen, ein Foto auf Acrylglas oder Plexiglas aufzuziehen. Dabei ist dann zu beachten, dass die Klebefolie hochtransparent sein muss, sie wird dabei ja auf die Vorderseite des Fotos geklebt. Natürlich gibt es dann auch wieder einen Erfahrungsbericht hier im , bleiben Sie gespannt.

{lang: 'de'}
Wenn Dir dieser Beitrag gefällt, abonniere doch meinen kostenlosen RSS feed!

9 Kommentare

  1. Möchte sowas für jemanden zum Geburtstag kaufen und dank dir für das Feedback zu der Technik. :)

  2. Doch schon, aber es sieht edel aus, da Acrylglas für Fotos auch schräg angeschnitten sein kann, außerdem ist es wesentlich leichter als Glas und bricht nicht so schnell.

  3. Ein Foto hinter Acrylglas, spiegelt das dann nicht genauso stark wie ein Foto hinter Glas gerahmt?

  4. Hallo Gabi,

    allein nicht, aber zu zweit geht das ganz gut, dann kann einer immer festhalten, während der zweite glattzieht. Einfach mal an einem Bild ausprobieren. es spart auf jeden Fall eine Unmeng an Kosten, meine Bilder sind 30*45cm groß, wenn ich die fertigen lassen würde, dann wäre eine Ausstellung fast nicht finanzierbar. So komme ich ca. auf 5 € Materialkosten in der genannten Größe.

  5. Danke für den interessanten Bericht! Ich bin im Moment auf der Suche nach einer kostengünstigen Möglichkeit Bilder auf einer Ausstellung zu präsentieren und bin dabei auf die Leichtschaumplatten gestoßen. Kann man sich da wirklich alleine ranwagen?
    LG
    Gabi

  6. Ich habe mir die Folie in einem Werbestudio hier in der Nähe geholt. Das war hochtransparente Klebefolie. Wenn man die direkt kauft, dann muss man gleich eine 100m-Rolle kaufen, für den ersten Test war mir das zu viel.
    Ich habe für ca. 2m² Folie und ein paar m² Leichschaumplatte glaube ich zwischen 15 und 20 Euro gezahlt.

  7. Sebastian Becker |

    Hey!

    Was für Folie habt Ihr denn benutzt? Und wie teuer war diese?

    LG aus Duisburg

    Sebastian

  8. Hallo Stella,
    nein, leider bin ich noch nicht dazu gekommen. Ich habe momentan noch das Problem, dass ich keine in der Größe passenden Acrylplatten zum testen bekommen habe. Ich habe aber mittlerweile eine Quelle aufgetan, wo mir die Platten auf die gewünschte Größe zurechtgeschnitten wird. Für die ersten Tests muss das dann erstmal herhalten. Später will ich die Teile auch irgendwie selbst zuschneiden.
    Sobald wir das getestet haben gibt es hier natürlich einen Bericht darüber.
    Danke für deinen Kommentar..

  9. Hallo Jörg, vielen Dank für deinen Bericht über die Leichtschaumplatten, werde ich mal demnächst Testen, hab noch einige Reste zu hause. Aber eigentlich bin ich auf der Suche nach Erfahrungen zum Thema Acrylglas. Das macht bei Fotos doch wesentlich mehr her. Hast du das schon ausprobiert? Würde mich freuen, bald einen Bericht dazu zu lesen. Schon mal danke und schöne Grüße, Stella

Einen Kommentar schreiben

Kommentarlinks könnten nofollow frei sein.

IE Net RendererBrowserlab