18 RAW oder JPEG – die Frage der Fotografie

Immer wieder kommt sie auf, die Frage nach dem Fotoformat. Klar ist, dass man beim Jpeg-Format gerade bei kleineren Auflösungen bei größeren Ausbelichtungen an die Grenzen stößt, Jpeg ist und bleibt ein verlustbehaftetes Speicherformat. Es hat aber den großen Vorteil, dass die Dateien nicht so riesig sind, wie sie zum Beispiel beim Format TIF oder RAW werden. Und wenn man sich die neueren Kameras so anschaut, die mit 20-25 Megapixeln daherkommen, dann bekommt man auch auf eine 8GB Speicherkarte nicht mehr sonderlich viele Bilder im RAW-Format darauf.

Was fotografierst Du?

Diese Frage beantworte ich immer wieder schnell und einfach mit RAW. Nur RAW. Kein RAW+Jpeg oder nur Jpeg.

Aber warum?

Ziemlich einfach, ich habe einfach irgendwann mal getestet, mit welchem Format ich die meisten Vorteile habe, und die wenigsten Nachteile. Dabei bin ich dann bei RAW gelandet und auch geblieben. Anfangs habe ich wie sicher einige andere Umsteiger auch den vermeintlich “sicheren” Weg gewählt und habe die Option “RAW+Jpg” in der Kamera gewählt. Aber ziemlich schnell habe ich festgestellt, dass diese Funktion eigentlich sinnlos ist. Die zusätzlich zu den RAW-Bildern gespeicherten JPG-Dateien habe ich nie genutzt, da ich, wenn ich jpg-Dateien brauchte natürlich die RAW-Bilder bearbeitet habe und diese dann als JPG aufgegeben habe.

Ich war also ziemlich schnell bei “Nur RAW” gelandet. Bis heute fotografiere ich auch nur in diesem Format.

In dem folgenden Video erläutere ich einige Vorteile des RAW-Formates, nenne Nachteile und zeige auch am Beispiel einen Unterschied der beiden Formate.

Welches Format nutzt Du?

Die Entscheidung, welches Format für Dich das richtige Format ist, dass kannst auch nur Du entscheiden. Ich kann hier nur meine Meinung wiedergeben und die Vor und Nachteile nennen. Natürlich würde ich mich über eine interessante Diskussion freuen und auch gegenteilige Meinungen kennen lernen. Vielleicht habe ich auch den entscheidenden Vorteil von Jpeg oder RAW vergessen. Hinterlass dazu doch bitte einen Kommentar.

0 Antworten
  1. runamoK
    runamoK says:

    Grübel schon eine Weile über dieser Frage was ich verwenden soll.
    Momentan bin ich noch bei jpg.
    Mich schreckt halt vorallem auch der Speicherplatz auf der Festplatte ab… aber ist auch kein Argument mehr bei den niedrigen Preisen.

    Ich mach am Wochenende auch mal den Vergleich.

    Schönes Turorial, werde jetzt öfters mal vorbei schauen (:

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  2. runamoK
    runamoK says:

    Das stimmt.

    Vorallem weil ich jetzt angefangen habe mehr mit Bildbearbeitung zu machen, macht RAW für mich langsam auch mehr Sinn.

    Beim bearbeiten von den jpegs bekomm ich meistens ein unschönes rauschen rein.

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  3. Dennis
    Dennis says:

    Ich fotografiere momentan auch noch im Jpeg-Format. Der Grund dafür liegt für mich in der kürzeren Bearbeitungszeit. Ich fotografiere meistens mit einer relativ alten (aber meiner Meinung nach sehr guten!) Casio QV-5700 und habe leider viel zu oft ein Batterieproblem. Durch die höhere Bearbeitungszeit wird logischerweise auch mehr Batterieleistung beansprucht, weswegen meine Akkus ziemlich schnell den Geist aufgeben.
    Ich denke, es kommt insgesamt auch drauf an, was man genau fotografieren möchte. Höhere Qualität ist zwar grundsätzlich schöner, aber bei Schnappschüssen vielleicht nicht unbedingt notwendig.

    Dennoch hat mir das Video oben sehr gut gefallen und den Qualitätsunterschied wirklich sehr gut offen dargelegt. Werde den RAW-Modus auf jeden Fall auch mal öfter probieren!

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  4. Thomas
    Thomas says:

    Hallo
    Dein statement zum Thema RAW oder JPG kann ich nur bestätigen. ABER: Ich habe kürzlich zu einer neueren Kamera gewechselt, die CR2-Dateien produziert. Jetzt ist mein zuvor für CRW-Dateien etablierter und effektiver workflow vollkommen dahin. Statt dessen Komplikationen und Zeitaufwand pur! Weder Lightroom 2.3, noch Adobe Bridge aus CS3 mit Camera RAW 4.6 noch Photoshop CS3 oder CS4 können etwas damit anfangen. Demzufolge ist auch jegliche Überlegung hinsichtlich DNG überflüssig! Folge: Ich muss wohl oder übel sowohl RAW+JPG fotografieren und hoffen, eines Tages von Adobe ein ‘Heilmittel’ zu finden. Es bleibt allein der Umständliche und unbefriedigende Weg über Digital Photo Professional 3.6 von Canon. Wer kennt dafür eine praktikablere Lösung? Beste Grüsse, Thomas

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  5. Joe2712
    Joe2712 says:

    Welche Canon Kamera hast Du denn? Soweit ich weiß, war die letzte DSLR von Canon die 5D Mk2, die wird von Lightroom 2.3 und auch von Camera Raw 5.3 unterstützt.

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  6. Thomas
    Thomas says:

    Hallo Joe2712. Stimmt! Meine Kamera ist aber die PowerShot SX1 IS. Diese Kamera war ursprünglich nicht in der Lage RAW-files zu erstellen. Von Canon wurde im März 2009 das upgrade für die Systemsoftware in der Version 2.0 ausgeliefert. Meine Kamera brauchte ich aber nicht upgraden, weil ich eines der ersten Exemplare aus der neuen Produktionsserie bekommen habe, in dem die Version 2.0 bereits vorhanden bzw. integriert ist. Auch die Dokumentation ist dementsprechend bereits angepaßt und die Software “Digital Photo Professional 3.6″ ist ebenfalls bereits auf CD-ROM mitgeliefert worden. Das file-Format CR2 der 5D Mk2 sollte sich eigentlich nicht grundlegend von dem der SX1 unterscheiden – eigentlich. Auch in Canons Kompatibilitätsliste wird die SX1 nicht genannt. Hoffentlich ändert sich das bald. Du siehst also: Brand aktuell, aber bezüglich RAW derzeit fast nicht brauchbar. Nur, darüber schreibt oder berichtet auf dem Vertriebsmarkt niemand. Übrigens: Adobe Camera Raw 5.3 ist nicht kompatibel mit Photoshop bzw. Bridge CS3(!).

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  7. Joe2712
    Joe2712 says:

    Das Mit Camera RAW stimmt, zu CS3 ist nur die 4er Reihe von Camera RAW compatibel, ab 5.0 braucht man Photoshop CS4.

    Das Format .CR2 ist ein Sammelformat. Alle Canon SPiegelreflexkameras produzieren im RAW-Format .CR2-Files. Diese sind aber trotz gleicher Endung bei den verschiedenen Kameras unterschiedlich. Adobe hat eigentlich bisher in ziemlich kurzen Abständen Updates für Camera RAW und Lightroom raus gebracht, seit der Photokina und der Version 2.3 ist es ziemlich still geworden. Ich gehe mal davon aus, dass die Version 2.4 nicht mehr sehr lange auf sich warten lässt. Vielleicht kommt dieses Jahr ja auch noch ne Version 3. Auf den Nikon Solution Days letzte Woche ließ einer der Adobe-Tester durchblicken, dass er in 4 Wochen schon die erste CS5-Version testen wird. Mal sehen. Bis dahin bleibt für dich wohl nur das Warten auf ein Lightroom-Update.
    Wenn Du CS4 nicht hast, kannst Du dann aber den DNG-Konverter verwenden, der dann gleichzeitig meist veröffentlicht wird, um deine RAW-Dateien in DNG zu wandeln.

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  8. Thomas
    Thomas says:

    JOE2712: Eben! Da bleibt nur das Prinzip Hoffnung. Der Adobe DNG-Konverter 5.3 kennt das CR2 der SX1 auch nicht. CS4 ebenso. Seitens Adobe also derzeit keinerlei Möglichkeit – nicht einmal eine Information über die aktuelle Situation oder die Aussichten. Wenn doch wenigstens Canons “Digital Photo Professional 3.6″ in das offene DNG-Format exportieren könnte – aber Fehlanzeige! Da hat Canon noch eine Hausaufgabe zu erledigen!

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  9. Dunker
    Dunker says:

    Ich habe die 5D MkII und fotografiere meist in beiden Formaten. Die permanente Umschaltung zwischen RAW und JPG ist nicht praktikabel und auf meine zwei 32GB-Karten passen doch einige entspannte Shootings. Hinterher kann man die RAWs immer noch aussortieren, wenn es nicht für ein getonemapptes Single-Raw reicht.. ;-)

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  10. Joe2712
    Joe2712 says:

    Ich verstehe nur dann immer nicht, wozu man zusätzlich noch die JPGs fotografiert, vielleicht kannst Du mir das ja mal erklären.
    Wenn ich die RAWs habe, kann ich doch mit einem Klick das JPG exportieren, habe zusätzlich aber den Vorteil der größeren Farbdichte der RAW-Daten. Und wenn man ehrlich mal drüber nachdenkt, die Fotos, die ich als RAW aussortiere, die verwende ich in der Regel auch nicht als JPG, oder?

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